
Igo Etrich baute 1910 in Wien diesen erfolgreichen Flugzeugtyp
Otto Lillienthal, Ingenieur und von der Faszination Fliegen begeistert, war einer der wichtigsten Wegbereiter der Flugtechnik. In langjährigen Versuchen erforschte er, bis zu seinem tödlichen Absturz 1896, die physikalischen Bedingungen für das Fliegen ohne Motor. Lillienthal war es auch, der den Flugapparaten den Namen "Flugzeug" gab.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde in Welzow, inzwischen zum Industriestandort gewachsen, nach Voraussetzungen gesucht, um das Fliegen zu verwirklichen. Die ersten nachweisbaren Aktivitäten gehen auf das Jahr 1928 zurück."Der Pilot Erich Riehm", so schrieb Hermann Schneider in seiner kleinen Chronik über Welzow, "veranstaltete auf dem Bahnsdorfer Platz bei Welzow für die Welzower Bevölkerung Passagierflüge." Diese konnten jedoch nur erfolgen, nachdem ein geeignetes Rollfeld für Start und Landung gefunden und hergerichtet worden war.

Dort gab es einen Fallschirmabsprung, auch Segelflüge und ein Tagfeuerwerk." In der selben Chronik ist unter dem 13. September 1929 zu lesen: "Der bekannte Kunstflieger Udet erscheint (mit seinem Flugzeug, die Verfasser) über Welzow. Zwei rote Doppeldecker kreisen über dem Verwaltungsgebäude der Eintracht". Uders Bordmonteur ist der Sohn des hiesigen Hausmeisters Baier..."

Bekannte Welzower wie Kurt Lindner, Franz Michallek, Arthur Büchner, Christian Greschow, der zugezogene Fritz Lichtenberger u. a. bemühten sich erfolgreich um die Entwicklung des Flugsports. Nachdem schon im Juni einige Flugzeuge anläßlich des "Deutschlandfluges 1934" Welzow überflogen hatten, kam es am 24. Juli zur Einweihung der Flugzeughalle am Lindchener Weg und zur Taufe von 12 Segelflugzeugen. Gleichzeitig fand ein Großflugtag statt. Vier Wochen später, am 26. August 1934, wurde erneut ein solcher Tag auf dem Flugplatz veranstaltet. Die Fliegerstürme der Gruppe 3 marschierten auf. Den zahlreichen Gästen wurden Kunstflüge, Fallschirmabsprünge und Rundfahrten mit dem Luftschiff D-NP 30 geboten.
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